Ich war fünf Jahre alt, als mein Opa mir kurz vor Weihnachten erzählte, dass, wenn ich hinter das Sofa im Wohnzimmer sehen würde, würde dort ein Geist liegen und mich in seinesgleichen verwandeln. Deshalb schaute ich nie, wirklich nie hinter das Sofa. Ich hatte viel zu viel Angst, es wäre wirklich wahr. Ich weiß, es ist albern, aber man muss bedenken, schon das Aussehen des Sofas und dieser kleinen Ecke überhaupt, jagte mir Angst ein. So dunkel und kalt. Meine Mutter glaubte an Geister. Sie sagte immer, wenn es kalt wäre, obwohl das Klima etwas anderes verspricht, ist es ein Geist. Jedes Mal bekam ich den Gedanken, dass, wie es meine Mutter sagte, immer ein Geist in meiner Nähe sei. Im Sommer war es immer so heiß, dass alle jammerten und die Schweißperlen nicht zu übersehen waren. Doch mir ging es gut. Es war angenehm, aber auch ein wenig beängstigend, weil ich immer an die Worte meiner Mutter dachte.

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